| ... | Z E D Z B E T O N
Seit etwa zwanzig Jahren werden graue Betonwände durch Mitglieder der Hiphop-kultur besprüht. Ende der siebziger Jahre entstand dieser Trend, der weltweit bekannt ist unter den Namen "Graffiti". Viele Entwürfe sehen aus wie primitive Schmierereien, aber es gibt auch seriöse Künstler, die ganz im Zeichen und nach de Regeln dieser Sub-kultur intellektuelle Konversationen miteinander führen. Die Wandfläche dient in diesem akademischen Wettbewerb als Interface. Heutzutage muß man feststellen, daß, dank dem einzigartigen und zwanzigjährigen "Battle" eine sehr komplexe und weit entwickelte Formensprache entstanden ist, die einen Platz in der internationalen Architektur verdient. Ein erster Versuch, die Form der "grauen Wand" nach den Befindungen dieser Künstler anzupassen, wird hier präsentiert.
Der Entwurf zeigt eine öffentliche Passage, die als eine Art Stadt-Möbel auf einem Platz, einem Park oder in einer Einkaufsstraße plaziert werden kann. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde die Stadt Köln ausgewählt, um das etwa 52 Meter lange und 10 Meter breite Gebilde einzubetten. Man kann hindurch gehen, drauf klettern oder es als Herausforderung zum "Skaten" interpretieren.
In der Obenansicht ist es möglich den Namen "Zedz" zu lesen. Zedz ist ein Graffiti-künstler, der in vielen Metropolen seine Spuren hinterlassen hat. Für den Wettbewerb haben er und der Niederländische Architekt Marc Maurer zusammengearbeitet.
Die runden Formen und relativ langen Balken des Entwurfs können ideal in Beton konstruiert werden. Durch Hinzufügung von Farbstoffen während der Produktion könnte man dem Beton die gewählten, kontrastreichen Farben verleihen. Die tatsächlichen Ausmaße des Entwurfs liegen nicht unbedingt fest, es geht die Verfasser um das Statement und die Konfrontation. Bei der Realisierung könnte ein Teil oder eine im Maßstab kleinere Version auch den gewünschten Effekt haben.
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